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Gesundheitliche Risiken beim Pudel / Health risks with the poodle

Kurzinfos & Testergebnisse. / Short information and results of the tests.

SA* - Sebadenitis *

Standard Pudel mit SA

Kleinpudel mit Generalisierter Seborrhoe.

Detailfoto der Haut bei Sebadenitis,
© 1999 by Freie Universität Berlin, Tierklinik

Auf dem Detailfoto können Sie sehr genau die für Sebadenitis typischen schwarz umkrusteten Haarwurzeln erkennen.

Kurzinfo: Die erste SA-Symptome ähneln sich mit den Symptomen des SEBORRHOE. Seborrhoe bedeutet ein komplexes Krankheitsbild, welches einerseits durch vermehrte Talgabsonderung, andereseits durch gestörte Keratinisierung gekennzeichnet ist. Klinisch zeigen sich eine stark vermehrte, mittelfeine bis grobe Schuppung und eine abnorme Talgsekretion, manchmal verbundenmit einem ranzigen Hautgeruch. Die Schuppen haften oft auf der Hautoberfläche, und die Talgkrüstchen kleben am Haargrund. Die Seborrhoe kann mit mehr oder weniger deutlichen Hautentzündungen einhergehen und von Juckreiz begleitet sein. Sie tritt lokalisiert (z.B. Ohrmuschelränder, Rücken) oder generalisiert auf. Die Ursachen sind vielfältig und lassen sich oft nicht mit Sicherheit feststellen. Im Vordergrund stehen primär metabolische und hormonale Störungen.

SEBADENITIS ist eine Erkrankung mit gestörter Verhornung, verursacht durch eine chronische granulomatöse Entzündung und schließlich Degeneration der Talgdrüsen. Folge sind progressiver Haarausfall und Seborrhoe, wobei als auffälliges Merkmal ganze Haarbündel samt der Haarwurzel ausziehbar sind. Der Beginn ist oft am Schwanz und Kopf. Sebadenitis kommt in etwas unterschiedlicher Ausprägung beim Viszla, Pudel und Akita Inu gehäuft vor. Die Ätiologie ist unklar, es werden Autoimmunvorgänge vermutet.

Die Therapie richtet sich vor allem auf Hautpflege und Vermeidung von Sekundärinfektionen.
Info:KLINIK DER HUNDEKRANKHEITEN

Die Sebadenitis bedeutet die Entzündung und Zerstörung der Talgdrüsen. Beim gesunden Hund produzieren die Talgdrüsen einen Fettfilm auf der Haut der das Austrocknen der Haut und der Haare verhindert und die Haut vor Keimen schützt. Die Talgdrüsen sind außerdem noch an der Bildung der Hornschicht der Haut beteiligt. Bei Verlust der Talgdrüsen wird die Verhornung gestört, die Hornschicht wird dicker, die Haut schuppig.

Die Krankheit beginnt mit Entzündungen um die Talgdrüsen herum. Diese entzündlichen Prozesse sind nicht infektiös, sondern wahrscheinlich genetisch bedingt. Nach einiger Zeit kommt es zur Selbstzerstörung der Talgdrüsen durch körpereigene spezifische Lymphozyten (bestimmte Abwehrzellen der weißen Blutkörperchen). Die Haut wird schuppig, weil die Hornschicht sich verdickt. Die Haare brechen büschelweise mit anhaftenden Schuppen ab. In diesem Stadium ist die Haut sehr anfällig für abnorme Bakterienansiedlung. Dies führt zu stark juckenden, oft eitrigen Entzündungen der Haut, die zudem sehr unangenehm riechen, weil der Schutzmantel der Haut zerstört ist. Das Allgemeinbefinden des Hundes ist stark beeinträchtigt.

Das Krankheitsbild dieser Autoimmunerkrankung wurde 1986 zum ersten Mal beim Hund beschrieben. Die genaue Ursache für die Entzündung und Zerstörung der Talgdrüsen ist noch nicht erforscht. Man nimmt an, daß die Veranlagung für Sebadenitis vererbt wird. Leider liegt bisher nur sehr beschränktes Zahlenmaterial vor, das eine endgültige Aussage über genetische Ursachen noch nicht zuläßt. Die Krankheit tritt bei allen Hunderassen auf.

Therapie und Diagnose
Bis heute gibt es keine Therapie der Sebadenitis. Die Behandlungen können lediglich die Auswirkungen dieser Krankheit lindern. Gegen die bakteriellen Hautinfektionen werden Antibiotika eingesetzt. Da der natürliche Hautfilm krankheitsbedingt fehlt, treten nach Absetzen der Antibiotika bald wieder neue Entzündungen auf. Leider ist die permanente Behandlung mit Antibiotika keinem Hund zuträglich. Versuche mit Cyclosporin oder Cortison zum Beispiel brachten zwar kurzfristig Besserung, aber auch hier waren die Nebenwirkungen gesundheitsschädigend. Die einzige Möglichkeit dem erkrankten Hund zu helfen, besteht darin, den Schutzmantel der Haut durch rückfettende Substanzen "nachzuahmen".

Die Diagnose ist sehr schwierig, weil Hautprobleme mannigfaltige Ursachen haben können, wie beispielsweise u.a.
falsche Ernährung (oft zu proteinreich)
Zinkmangel
Allergien
Milben
Schilddrüsenerkrankungen
Pilzerkrankungen.
Eine Hautbiopsie ist zur zuverlässigen Diagnose von Sebadenitis notwendig. Dazu werden unter örtlicher Betäubung an mehreren Stellen Hautproben entnommen und mit dem Mikroskop untersucht.
Info: www.sebadenitis.de /"Der Hund"

Vermutliches Vererbundschema :

Affected- infiziert

Carrier- Träger

Clear- frei

 

Auswertungsstellen für SA- Diagnostik

1. Dr. Med. Vet. D. v. Bomhard, Facharzt für Pathologie, D- 80675 München, Postfach 210502. Tel:(++49) 089-5800221

2. Dr. Tanja Maenhout, Cytologische Diagnostik, Hogeweg 203, B- 9040 St.Amandsberg, Belgien. Tel.: 0032-9-251-05-44

3.

 
 
     
 
 
 

 

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