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1. Gesunder
Augenfundus eines Teckels.

2. Normale
Netzhaut einer vierjärigen Greyhound-Hündin

3. Fortschreitende
Netzhautatrophie bei einer 6,5- järigen
Kleinpudel-Hündin

4. Fortschreitende PRA mit
Pigmentierung bei einem 6 Jare alten Labrador-Retriever.
5. Retina- und
Pupillenatrophie bei einem Pudel.
Fotos:
1,5- Neumann
("Klinik
der Hundekrankheiten") 2,3,4-
Pergamon Press (Die Vererbung des Hundes)
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Kurzinfo: Angeborene und erbliche Netzhautdegenerationen
werden unter dem Sammelbergiff PROGRESSIVE
RETINAATROPHIE geführt.
Progressive Retinaatrophie stellt sich beim
Hund histilogisch in 2 Typen dar: 1. Die genaralisierte
PRA, 2. Die zentrale PRA. Letztere wurde im
deutschsprachigen Raum bislang sehr selten
beobachtet.
Beim Pudel und mehreren anderen Rassen wird
eine Stäbchen-Zapfen-Degeneration beobachtet.
Die klinischen Symptome der hereditären Netzhautatrophie
stellen sich nach und nach ein. Sie können
sich zunächst in einem scheuen Verhalten des
Tieres, in Unsicherheit besonders in fremder
Umgebung und herabgesetztem Sehvermögen in
der Dämmerung und Dunkelheit äußern. Im frühen
Stadium wirken die Pupillen nur wenig erweitert,
ihre Reaktion ist träge. Eine zunehmende visuelle
Unsicherheit kann sich nunmehr auch bei Tageslicht
bemerkbar machen. Nicht selten wird dieser
Zustand vom Besitzer zunächst kaum erkannt,
da das Tier den ausfallenden Visus durch andere
Sinnesorgane (Geruch, Gehör, Gefühl) kompensiert.
Im Endstadium ist die Pupille grau-weiß, Gefäße
sind nicht mehr nachweisbar. Zu diesem Zeitpunkt
sind die Tiere vollkommen erblindet. Der Zeitraum
der progredienten Veränderungen kann unterschiedlich
lang sein. Mitunter währt er über Jahre, in
anderen Fällen ist das Endstadium innerhalb
weniger Wochen erreicht. Bei einem bestimmten
Anteil von Erkrankungen stellt sich im Verlaufe
des Prozesses eine sekundäre Katarakt ein,
und die zunehmenden Blindheitssymptome werden
fälschlich hierauf zurückgeführt. Die Extraktion
der Kataraktlinse trägt in diesem Falle nicht
zur Verbesserung des Sehvermögens bei. Eine
Therapie mit Vitaminen, insbesondere Vitamin
A und Vitamin B-Komplex, kann in frühen Stadien
lediglich den Zeitpunkt der Erblindung etwas
hinauszögern, die Krankheit aber keinesfalls
heilen.
Quelle: U. Freudiger, E.G.
Grünbaum, E. Schimke "Klinik der
Hundekrankheiten"
Die PRA-Untersuchung, abhängig von den
jeweiligen Verbandsvorschriften, können
von jedem beliebigen dafür ausgebildeten
Tierarzt oder ein dem DOK (Gesellschaft für
Diagnostik erblich bedingter Augenerkrankungen,
"Dortmunder Kreis") angeschlossenen
Tierarzt durchgeführt werden. Tests,
die durch einen DOK-Arzt durchgeführt
wurden, werden an den VDH weitergeleitet.
Ein öffentliches Register von PRA-erkrankten
und PRA-freien Hunden (wie z.B. in Skandinavien)
gibt es in Deutschland leider nicht. Das Datenschutzgesetz
soll die Privatsphäre bewahren. Ob das
in diesem Fall für die einzelnen Rassen
und Züchter von Nutze ist, ist fraglich.
Diese Regelung bietet einen fruchtbaren Boden
für allerlei Gerüchte und Vermutungen.
Darum haben wir uns entschlossen, für
seriose Züchter, die an korrekten Informationen
über ihre Hunde interessiert sind, die
Veröffentlichung der Testergebnisse auf
unseren Seiten zu ermöglichen. Von Privatpersonen
eingeschickte Testergebnisse werden in einer
separaten Seite aufgelistet.
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