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BREEDING
Breeding ist der englische Begriff für das Züchten. ZUCHT, ist laut Bi-Lexikon: " von bestimmten Grundsätzen ausgehende und sich der Ziele bewusste Paarung von Haustieren. Die Zucht hat das Ziel, von den vorhandenen Zuchttieren eine möglichst zahlreiche, kräftige und gesunde Nachkommenschaft zu gewinnen, welche die Vorzüge der Eltern vererben, deren Fehler und Mängel dagegen verdrängt. Die Zucht ist die Auswahl von denjenigen Tieren, die am besten zueinander passen und ihre elterlichen Vorzüge in den Kindern erhalten, jedoch die Mängel beseitigen. Das Ziel ist es, die Eigenschaften einer Rasse allmählich zu vervollkommen und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Die Zucht stellt an den Züchter hohe Anforderungen.
Der zielbewusste Züchter muss nicht nur ein klares Zuchtziel vor Augen haben, sondern muss auch mit den Vererbungsgesetzen , Inzestzucht, Inzucht, Kreuzungen, Mendeische Erbregeln, Züchtungsmethoden, Zuchtorganisation vertraut sein. Voraussetzung für eine erfolgreiche Zucht sind weiterhin gutes Zuchtmaterial, geeignete Unterbringung der Hunde und Möglichkeiten für die Aufzucht der Welpen.

Wer meint, damit Geld verdienen zu können, sollte die Zucht gar nicht erst beginnen. Spätestens, nachdem er drei oder vier Jahre Rassehunde gezüchtet hat, wird er seine Meinung revidieren müssen. Sind alle Voraussetzungen, einschliesslich der ordnungsgemässen Unterbringung der Tiere erfüllt, muss der Züchter bei jeder die Zucht betreffenden Entscheidung sich darüber im klaren sein, dass er die Verantwortung und die Pflicht der gewählten Rasse gegenüber hat, diese durch geeignete Paarung, vorbildliche Aufzucht und Haltung weiter zu verbessern."

Ein Züchter zu sein, bedeutet also nicht beliebige Hunde miteinander zu verpaaren und niedliche Welpen zu bekommen. Ohne Grundwissen, Berücksichtigung von Ahnen, erblichen Krankheiten und vielen anderen Dingen liegen solche "Züchter" in der Kategorie Vermehrer. Das es davon genug gibt es, wissen wir alle. Der Züchter muss schon mehr können. Das Ziel eines Züchters muss alleine darin bestehen, den besten Hund aller Zeiten zu züchten. Wenn dies nicht ihr Ziel ist, dann lassen sie es lieber. Es kann ein ganzes Leben lang mit voller Kraft und neuestem Wissen auf dieses Ziel hingearbeitet werden. Manche haben neben dem Wissen auch Glück und erreichen schnell ihre züchterischen Ziele, bei anderen dauert es länger. Jeder seriose Züchter weis, man kann nie genug wissen. Die Natur hat immer wieder neue Überraschung parat - ob sie ein Rückschlag erlitten haben oder mit dem eintreten von Geterosis einen Super-Hund bekommen haben. Welche Zuchtmethode bringt sie zum Ziel, was kann man riskieren und was nicht, ist Inbreeding (Inzucht) wirklich so schlimm, wie man zu wissen glaubt? Viele Fragen, ein Züchter muss nach Antworten suchen.

Auf dieser Seite bieten wir ihnen einige, unser Meinung nach, wissenswerte Auszüge aus verschiedenen Büchern. Einen Hinweis auf die verwendete Literatur finden sie unten. Einige interessante Bücher über Genetik und Zucht stellen wir ihnen direkt vor.

Es ist sicherlich interessant für alle Leser, wenn die Züchter über ihre Erfolge und eventuellen Misserfolge während der Zucht berichten. Der Austausch von Erfahrungen dient an erster Stelle vor allem der Rasse selbst. Für sich behaltenes Wissen ist totes Wissen. Wir müssen alle nur eine Ziel vor Augen haben: Die Zucht eines perfekten Hundes!

Wir freuen uns über ihre Berichte.

 
 
     
 
DIE VORAUSSETZUNGEN DER ZUCHT. J.M. Evans & Kay White. "Die Hündin"

Viele Hündinnenbesitzer geraten leider in die Versuchung , nicht vorauszuplanen und entscheiden sich kurzerhand für das Züchten. Achte darauf, diesem Fehler zu verfallen, es könnte Dich nicht nur Zeit, Geld und viel Arbeit kosten, sondern auch in Ärger und Reue enden.

Bei dem enormen Überschuss an Hunden, den wir bereits haben, bedeutet Züchten zunächst, neue Welpen zu produzieren. So muss man schon überzeugende Gründe haben, ehe man an einen Wurf denkt. Alleine in England werden jährlich etwa 150.000 gesunde Hunde getötet, weil sie niemand mehr will; und bis zu 250.000 Hunde- Rassehunde wie Mischlinge- befinden sich in Tierheimen, warten auf einen neuen Besitzer. Hunde in Tierheimen befinden sich auf einer Spirale nach unten. Je länger sie dort in Zwingern leben, um so niedriger liegen ihre Chancen, ein neues Zuhause zu finden In den deutschsprachigen Ländern mag die jährliche Tötungsrate wesentlich niedriger sein, aber zumindest ebenso unerfreulich ist die Situation in die Tierheimen, weshalb die englischen Zahlen zum Nachdenken anregen müssten Vielleicht dauert es auch gar nicht lange, bis auch das deutsche Tierschutzgesetz in der Richtung abgeändert wird, dass es den Tierheimen erlaubt wird, nicht vermittelbare Hunde einschläfern zu lassen.
Wahrscheinlich glaubst Du, besonders wenn Du noch nie gezüchtet hast, dass ein solches Schicksal Deinen Welpen nie zustossen könne. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dennoch geschieht, liegt um so höher, je populärer die Rasse ist, in der Du zu züchten beginnst. Erfahrene Züchter werden Dir bestätigen, dass Abnehmer, die klare Vereinbarungen getroffen haben, oft genau zu dem Zeitpunkt abspringen, wenn der Welpe abgabebereit ist. Trotz sorgfältigster Überprüfung stellen sich manche Käufer als ungeeignet, ja unverantwortlich heraus; und allzu oft verändert sich bald nach dem Kauf das Leben selbst unserer besten Abnehmer in die Richtung, dass sie bitten, den Welpen zurückzunehmen. Moralisch gesehen solltest Du dies akzeptieren, den Du alleine bist verantwortlich, dass der Wurf überhaupt zustande kam.
Du musst den Wurf behalten, bis alle Welpen verkauft sind. Das kann 12 bis 16 Wochen, manchmal sogar sechs Monate dauern. Tierheime und rassevereinseigene Hilfsorganisationen sind nicht dazu da, Welpen von Züchtern zu übernehmen, denen es unbequem geworden ist, die Tiere noch länger zu halten.
Viele Hundefreunde können sich überhaupt nicht vorstellen, dass sich die Frage stellen könnte, Welpen einschläfern lassen- erst wenige Monate alt- einfach, weil man für sie keinen Abnehmer finden kann. Dies ist nach dem deutschen Tierschutzgesetz eindeutig verboten. Trotzdem sollte man Welpen nie einfach verschenken oder billig verkaufen, nur um sie loszuwerden. Die meisten Fachleute stimmen darin überein, dass wer einen Welpen übernimmt, auch bereit sein muss, den geforderten Preis zu bezahlen. Der neue Besitzer muss ja auch finanziell in der Lage sein, den Hund hinsichtlich Futter, tierärztlicher Betreuung, Unterbringung während des Urlaubs u .a. zu unterhalten . Ohne finanzielle Mittel ist Hundehaltung nicht möglich.
Rassehundezucht auf kleiner Zuchtbasis ist kein sich selbst bezahlendes Hobby, vorsätzliche Zucht von Mischlingen wäre extreme Torheit.
Es gibt keinen einzigen medizinischen Grund, weshalb man mit einer Hündin züchten sollte. Die Vorstellung, ein Wurf tue jeder Hündin gut, hat sich als absolut unwahr erwiesen. Einen Wurf zu gebären trägt in keiner Weise dazu bei, die Gesundheit der Hündin zu wahren, könnte im Gegenteil sogar zu Krankheiten führen. Lasse Dich deshalb durch derart törichte Gründe niemals verleiten, einen Wurf zu züchten.
Wenn Du entschlossen bist, einen Wurf zu züchten- unabhängig aus welchen Gründen- solltest Du ebenso gewiss anstreben, dass dieser Wurf der gesündeste und am besten sozialisierteste sein wird, der je als Familienhunde angeboten wurde. Selbst wenn Du bei dieser Gelegenheit versuchst, ein Spitzenausstellungsexemplar für Dich selbst zu züchten, musst Du Dir klar darüber sein, dass 75% der Welpen aus diesem Wurf- aus jedem je gezüchteten Wurf- für den Liebhabermarkt gezüchtet werden. Du kannst sehr viel dazu beitragen, dass aus Deinen Hunden erfolgreiche Liebhaberhunde werden, indem Du sie frühzeitig auf das Leben vorbereitest, das ihnen bevorsteht.

Hast Du den notwendigen Platz?
Hast Du genügend Zeit?
Besitzt Du die richtige Veranlagung?
Hast Du genügend Geld?
Kannst Du Deine Welpen verkaufen?

 

Tips zum Kauf einer Familienhündin. J.M. Evans & Kay White. "Die Hündin"

Lass Dir Zeit zur Auswahl von Rasse, Grösse, Alter und Typ der Hündin, die zu Deinem Lebensstil passt. Lass Dich nicht hinreissen, eine Hündin zu kaufen, solange Zweifel bestehen. Denke unbedingt daran, dass Du Verantwortung für die nächsten 10 bis 15 Jahre zu tragen hast.

Stimme Dich vor dem Kauf mit Deinem Tierarzt ab, Du könntest vor dem Kaufabschluss den Welpen dort gründlich untersuchen lassen.

Kaufe Welpen immer nur da, wo sie auch geboren wurden, wo Du die Hündin, möglicherweise auch den Vater- eventuell auch einige Verwandte- kennenlernst.

Erkundige Dich genau, wie die Welpen gefüttert wurden. Von guten Züchtern erhält man immer einen genauen Ernährungsplan.

Kaufe nie einen Welpen, weil er Dir so leid tut. Ein kranker oder missgebildeter Welpe fällt nicht in Deine Verantwortung, sollte beim Züchter bleiben, der ihn zu betreuen hat.

Übernimm nie zwei Welpen gleichzeitig, damit der Züchter seine Welpen los wird, Du solltest Dir bewusst sein, dass ein Welpe gerade soviel Arbeit mit sich bringt, wie Du bewältigen kannst.

Lass niemanden- auch nicht Deinen engsten Verwandten- für Dich einen Welpen als Geschenk kaufen- auch nicht als Überraschung für die Kinder!

Sei Dir klar darüber, Du kannst Deinen Familiengefährten nicht in ein neueres oder anderes Modell umtauschen. Er gehört für das ganze Leben zu Dir. Sei Dir deshalb zuerst sicher, dass Du die volle Verantwortung für die Haltung einer Hündin für jetzt und die voraussehbare Zukunft übernehmen willst.

Tips für künftige Züchter und Aussteller

Kaufe immer beim Züchter! Nie wirst Du den Rassentyp finden, nach dem Du Ausschau hältst, wenn Du beim Hundehandel oder im Zoogeschäft Deinen Hund kaufst.

Sei bereit, auf den richtigen Welpen zu warten!

Mache dem Verkäufer unzweideutig klar, dass Du eine Hündin zur Zucht und/oder für die Ausstellung kaufen möchtest. Lege dies schriftlich nieder, behalte für Dich eine Kopie.

Frage Deinen Tierarzt, welche Erbkrankheiten inder Rasse verbreitet auftreten, achte darauf, dass beide Eltern ein Gesundheitszertifikat haben, lass Dir entsprechende Kopien aushändigen.

Kaufe aus gesunden, fruchtbaren Elterntieren, nach Möglichkeit Welpen, die natürlich, nicht durch Kaiserschnitt geboren sind.

Kaufe für die Zucht lieber eine grössere als eine kleinere Hündin. In einigen Rassen sind die Hündinnnen, die auf Ausstellungen gewinnen, nicht die gleichen wie die, mit denen man gut züchtet.

Lasse Deinen Welpen ohne zeitliche Verzögerung vom Tierarzt untersuchen.

Vermeide Vereinbarungen on breeding terms, es sei denn, die Seltenheit der Rasse macht dies erfordrlich.

Wenn Du trotzdem on breeding terms kaufst, achte darauf, dass der Vertrag alle Möglichkeiten regelt, die eintreten könnten.

Vergewissere Dich vor dem Kauf, dass Dein Welpe ordnungsgemäss beim nationalen Zuchtverband eingetragen ist, in den deutschsprachigen Ländern bei VDH,ÖKV oder SKG.

 

 
 

 

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J.M. Evans & Kay White.



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